Schrägdach-Montage: Mit und ohne Dachhaken
Die Montage auf dem Schrägdach ist die Königsdisziplin unter den Balkonkraftwerk-Installationen. Hier holst du den besten Ertrag, weil das Dach bereits den richtigen Neigungswinkel mitbringt und die Module frei in der Sonne stehen. Gleichzeitig ist die Montage anspruchsvoller als am Balkongeländer, denn du arbeitest in der Höhe, musst Dachziegel abnehmen und brauchst solide Befestigungspunkte. Dieser Artikel führt dich durch die gängigsten Methoden für verschiedene Dachtypen.
TL;DR
- Dachhaken unter den Ziegeln sind der Standard bei Tonziegel-Dächern und die sicherste Befestigungsmethode
- Stockschrauben eignen sich für Blechdächer und Trapezblech
- Pro Modul brauchst du mindestens zwei, besser drei Dachhaken, verschraubt im Sparren
- Ziegelaussparung mit Winkelschleifer oder Flex ist nötig, damit der Haken unter dem Ziegel passt, ohne ihn zu belasten
- Ab Traufhöhe 3 Meter solltest du einen Dachdecker hinzuziehen oder zumindest Absturzsicherung nutzen
Warum das Schrägdach der beste Standort ist
Ein Schrägdach mit Südausrichtung und 30 bis 35 Grad Neigung ist der Idealfall für Solarmodule in Deutschland. Hier treffen drei Faktoren zusammen: Der Neigungswinkel passt zum Sonnenstand, die Hinterlüftung unter den Ziegeln kühlt das Modul, und die erhöhte Position minimiert Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude.
Ein 400-Wp-Modul auf einem Süddach mit 30 Grad Neigung liefert in Mitteldeutschland rund 400 bis 450 kWh pro Jahr. Das ist der Bestwert unter allen Montageorten. Zum Vergleich: Am Balkongeländer senkrecht montiert sind es 280 bis 320 kWh, auf dem Flachdach mit 15 Grad Aufständerung 360 bis 400 kWh.
Allerdings ist das Dach nicht ohne Grund der anspruchsvollste Montageort. Du musst Ziegel abnehmen, Haken im Sparren verschrauben, Ziegel anpassen und das Modul in der Höhe positionieren. Wenn du kein geübter Heimwerker bist oder Höhenangst hast, ist ein Dachdecker die richtige Investition. Der berechnet für die Montage eines Balkonkraftwerks auf dem Schrägdach typischerweise 200 bis 400 Euro.
Methode 1: Dachhaken unter den Ziegeln
Die klassische Methode und nach wie vor der Standard bei Ziegeldächern. Ein Dachhaken ist ein L-förmiges Metallstück aus Edelstahl, das unter einem Dachziegel liegt, am Sparren verschraubt ist und mit einem Haken nach oben aus dem Dach ragt. Auf diesen Haken werden Montageschienen befestigt, und auf die Schienen kommen die Module.
Welche Dachhaken für welche Ziegel?
Nicht jeder Dachhaken passt unter jeden Ziegel. Die Form des Hakens muss zum Ziegelprofil passen, denn der Haken liegt im Wellental des darunterliegenden Ziegels und darf nicht auf dem Wellenberg aufliegen, weil er sonst den Ziegel darüber nach oben drückt.
Für die Frankfurter Pfanne (der mit Abstand häufigste Dachziegel in Deutschland) gibt es Standard-Dachhaken mit einer flachen Biegung, die ins Wellental der Pfanne passt. Die Hakenhöhe beträgt typischerweise 40 bis 80 mm, je nachdem, wie weit der Haken aus dem Dach ragen soll.
Für Biberschwanz-Ziegel (die flachen, halbrunden Ziegel) brauchst du Dachhaken mit einer schmaleren Biegung, weil der Abstand zwischen den Ziegelreihen geringer ist. Biberschwanz-Haken sind typischerweise flacher und schmaler als Frankfurter-Pfanne-Haken.
Für Betondachsteine (Braas, Monier und ähnliche) gelten ähnliche Maße wie für die Frankfurter Pfanne, da die Profile vergleichbar sind.
Für Schieferdächer gibt es spezielle Schieferhaken, die zwischen den Schieferplatten hindurchgeführt werden. Diese Montage ist deutlich aufwändiger und erfordert Erfahrung mit Schieferdeckung. Hier unbedingt einen Dachdecker hinzuziehen.
Schritt für Schritt: Dachhaken-Montage
Die Montage folgt einem klaren Ablauf, den du penibel einhalten solltest, weil Fehler hier Wasserschäden verursachen können.
Schritt 1: Sparren lokalisieren. Du musst wissen, wo die Sparren verlaufen, denn der Haken wird im Sparren verschraubt, nicht in der Lattung. Die Lattung ist zu dünn, um das Gewicht und die Windlast zu tragen. Die Sparrenposition findest du von innen (Dachboden) oder von außen, indem du mit einem Magneten nach den Nagelköpfen in der Lattung suchst, die zeigen den Sparrenverlauf an.
Sparren haben typischerweise einen Abstand von 60 bis 80 cm. Dein Modul ist etwa 1 m breit und 1,70 m lang. Im Querformat brauchst du also mindestens zwei Sparren für die Befestigung, im Hochformat drei.
Schritt 2: Ziegel entfernen. Hebe den Ziegel an der Montagestelle an und schiebe ihn nach oben heraus. Bei vielen Ziegeltypen musst du auch den Ziegel in der Reihe darüber anheben, um genug Platz zu schaffen. Markiere die Position der Ziegel, damit du sie nachher richtig wieder einsetzt.
Schritt 3: Dachhaken positionieren. Lege den Haken auf den Sparren, sodass der Haken im Wellental des darunterliegenden Ziegels liegt. Der Haken darf nicht auf dem Ziegel aufliegen, sondern nur auf dem Sparren und der Lattung. Zwischen Hakenunterkante und Ziegeloberkante sollten mindestens 5 mm Luft sein.
Schritt 4: Haken verschrauben. Verwende Tellerkopfschrauben oder Schlüsselschrauben mit mindestens 8 mm Durchmesser und 80 mm Länge. Zwei Schrauben pro Haken, vorbohren mit 6-mm-Bohrer. Die Schrauben müssen mindestens 40 mm im Sparren sitzen. Ziehe die Schrauben fest an, aber nicht so fest, dass das Holz reißt.
Schritt 5: Ziegelaussparung erstellen. Der Ziegel, der über dem Haken liegt, muss an der Stelle, wo der Haken herausragt, eine Aussparung bekommen. Ohne diese Aussparung liegt der Ziegel auf dem Haken auf, wackelt und kann bei Frost reißen. Die Aussparung machst du mit einem Winkelschleifer und einer Trennscheibe für Stein. Trage dabei Schutzbrille und Staubmaske. Die Aussparung sollte etwa 5 mm breiter sein als der Haken und tief genug, dass der Ziegel wieder plan aufliegt.
Schritt 6: Ziegel wieder einsetzen. Setze den angepassten Ziegel über dem Haken ein und prüfe, ob er plan liegt und nicht wackelt. Der Haken ragt jetzt durch die Aussparung nach oben aus dem Dach.
Schritt 7: Montageschienen befestigen. Lege die Aluminiumschienen quer über die Dachhaken und verschraube sie mit den mitgelieferten Schrauben. Die Schienen bilden die Auflage für das Modul.
Schritt 8: Modul einsetzen und fixieren. Hebe das Modul auf die Schienen und fixiere es mit Modulklemmen. Pro Modul brauchst du mindestens vier Klemmen, zwei oben und zwei unten.
Methode 2: Stockschrauben für Blechdächer
Auf Trapezblech- oder Wellblechdächern, wie sie bei Garagen, Carports und landwirtschaftlichen Gebäuden üblich sind, funktionieren Dachhaken nicht. Hier kommen Stockschrauben (auch Trapezblech-Schrauben oder Kalottenschrauben genannt) zum Einsatz.
Wie Stockschrauben funktionieren
Eine Stockschrauben-Befestigung durchdringt das Blech und die darunterliegende Holzschalung oder den Stahlträger. Die Abdichtung erfolgt über eine EPDM-Dichtscheibe, die beim Einschrauben zusammengedrückt wird und das Bohrloch wasserdicht verschließt.
Wichtig: Stockschrauben werden immer im Wellenberg (der erhabenen Stelle des Trapezprofils) verschraubt, nicht im Wellental. Im Wellental sammelt sich Wasser, und jede Durchdringung dort ist ein Leck.
Montageablauf bei Trapezblech
Miss die Position der Schraubpunkte aus und vorbohre mit einem HSS-Bohrer (für Stahl) oder einem Holzbohrer (wenn unter dem Blech Holz liegt). Der Bohrer sollte 1 mm kleiner sein als der Schraubendurchmesser.
Setze die Stockschraube mit der EPDM-Dichtung ein und verschraube sie mit einem Drehmomentschlüssel. Das richtige Drehmoment ist entscheidend: Zu locker, und es ist nicht dicht; zu fest, und du quetschst die Dichtung platt, sodass sie nicht mehr dichtet. Die Herstellerangabe liegt typischerweise bei 5 bis 8 Nm.
Auf die Stockschrauben kommen dann Montageschienen und darauf die Module, analog zur Dachhaken-Methode.
Methode 3: Klebemontage ohne Dachdurchdringung
Für alle, die keine Löcher ins Dach bohren wollen, gibt es Klebesysteme. Diese bestehen aus Montageschienen, die mit Spezialkleber (typischerweise PU-Kleber oder Silikon) direkt auf die Dachziegel geklebt werden.
Für wen ist Klebemontage geeignet?
Klebemontage eignet sich vor allem für leichte Module (unter 10 kg) auf glatten Dachziegeln. Die Klebefläche muss groß genug sein, um das Gewicht plus die Windlast zu tragen. Bei einem Standard-Modul von 20 kg und Windlasten, die das Drei- bis Vierfache des Eigengewichts betragen können, reden wir von einer nötigen Klebefestigkeit von 60 bis 80 kg pro Befestigungspunkt. Das ist machbar, aber die Klebestelle muss sauber vorbereitet sein: staub- und fettfrei, trocken und bei Temperaturen über 5 Grad Celsius verarbeitet.
Der Vorteil: Keine Dachdurchdringung, keine Ziegelaussparung, kein Eingriff in die Dachkonstruktion. Das ist bei Mietobjekten ein starkes Argument.
Der Nachteil: Die Langzeitstabilität von Klebeverbindungen auf rauen Dachziegeln ist schlechter als die einer mechanischen Verschraubung. UV-Strahlung, Frost-Tau-Wechsel und thermische Ausdehnung setzen dem Kleber zu. Nach 5 bis 10 Jahren kann die Klebkraft nachlassen. Prüfe die Klebestellen jährlich.
Dachziegelarten und ihre Besonderheiten
Frankfurter Pfanne und Betondachsteine
Die häufigsten Dachziegel in Deutschland. Beide haben ein welliges Profil mit deutlichen Hoch- und Tiefpunkten. Standard-Dachhaken passen hier in der Regel ohne Anpassung. Die Ziegelaussparung ist unkompliziert, weil das Material (Ton oder Beton) sich gut mit dem Winkelschleifer bearbeiten lässt.
Biberschwanz
Biberschwanz-Ziegel sind flach und überlappen sich schuppenartig. Der Sparrenabstand ist hier oft geringer, und die Dachhaken müssen flacher sein, weil weniger Platz zwischen den Ziegelreihen ist. Ein spezieller Biberschwanz-Dachhaken hat eine S-förmige Biegung, die zwischen zwei Ziegelreihen hindurchpasst.
Die Aussparung ist bei Biberschwanz-Ziegeln heikler, weil die Ziegel dünner sind und leichter brechen. Arbeite vorsichtig mit dem Winkelschleifer und setze geringe Schnitttiefe.
Doppelmuldenfalz und Flachdachziegel
Diese Ziegeltypen haben ein flacheres Profil als die Frankfurter Pfanne. Der Dachhaken muss entsprechend angepasst sein, typischerweise mit einer flacheren Biegung. Viele Hersteller bieten universelle Dachhaken an, die für mehrere Ziegeltypen passen, indem sie verstellbare Biegungen haben.
Schieferdach
Schiefer ist das empfindlichste Dachmaterial. Die dünnen Schieferplatten brechen leicht, und jede unsachgemäße Montage kann zu Wasserschäden führen. Spezielle Schieferhaken werden zwischen den Platten eingehängt und am Sparren verschraubt. Die Montage erfordert Erfahrung mit Schieferdeckung. Mein Rat: Lass einen Dachdecker ran, der Schiefer beherrscht. Die Kosten für eine vermasselte Schiefermontage übersteigen das Dachdeckerhonorar bei Weitem.
Blechdach (Stehfalz)
Stehfalz-Blechdächer haben senkrechte Falze, an denen spezielle Klemmen befestigt werden. Diese Stehfalzklemmen greifen um den Falz und werden mit einer Schraube festgezogen. Kein Bohren, keine Durchdringung. Das ist die eleganteste Lösung, allerdings funktioniert sie nur bei echten Stehfalz-Profilen.
Sparrenabstände und Montageschienen
Die Montageschienen, auf denen das Modul liegt, müssen an den Dachhaken befestigt werden, und die Dachhaken sitzen in den Sparren. Das bedeutet: Der Abstand deiner Befestigungspunkte richtet sich nach dem Sparrenabstand.
Bei einem typischen Sparrenabstand von 70 cm und einem Modul mit 1 m Breite (quer montiert) hast du zwei Sparren unter dem Modul. Das reicht für zwei Dachhaken und damit zwei Befestigungspunkte. Drei wären besser, aber der dritte Sparren liegt dann 140 cm vom ersten entfernt und damit außerhalb der Modulbreite.
Die Lösung: Verwende zwei Montageschienen (oben und unten am Modul) und befestige jede Schiene an zwei Dachhaken. Das ergibt vier Befestigungspunkte pro Modul, gleichmäßig verteilt. Diese Konfiguration ist für Module bis 25 kg und normale Windlasten (Windzone 1 und 2) ausreichend.
In Windzone 3 oder 4, oder bei besonders exponierten Dachlagen (Hanglagen, freistehende Häuser ohne umgebende Bebauung), solltest du einen Befestigungspunkt mehr einplanen.
Kabelführung vom Dach
Das Kabel vom Modul muss irgendwie vom Dach ins Gebäude kommen. Dafür gibt es drei gängige Wege.
Unter den Ziegeln entlang: Das Kabel wird unter einer Ziegelreihe nach unten zur Traufe geführt und dort aus dem Dach herausgelegt. Von der Traufe geht es dann an der Fassade entlang zum Fenster oder zur Außensteckdose. Diese Methode erfordert kein Loch im Dach, ist aber fummelig und birgt das Risiko, dass ein Ziegel auf dem Kabel aufliegt und es quetscht.
Durch eine Dachdurchführung: Eine spezielle Kabel-Dachpfanne (ein Dachziegel mit integriertem Kabelrohr) ersetzt einen normalen Ziegel an der Stelle, an der das Kabel durchgeführt werden soll. Diese Lösung ist sauber, wasserdicht und die professionellste Variante. Kosten: 30 bis 60 Euro für eine Kabeldurchführungspfanne.
An der Traufe heraus: Das Kabel wird unter dem Dachüberstand nach außen geführt. Das funktioniert gut, wenn der Dachüberstand breit genug ist und du das Kabel dort vor Witterung schützen kannst.
Wann ein Dachdecker sinnvoll ist
Die Frage höre ich oft, und die Antwort ist differenziert. Ein geübter Heimwerker mit Höhenerfahrung, einer stabilen Leiter oder einem Gerüst, dem richtigen Werkzeug und einem Helfer kann die Dachmontage eines Balkonkraftwerks selbst durchführen. Voraussetzung ist, dass das Dach gut zugänglich ist (Neigung unter 35 Grad, nicht mehr als 5 bis 6 Meter Traufhöhe) und der Dachtyp bekannt ist.
Ein Dachdecker ist sinnvoll, wenn die Dachneigung über 35 Grad liegt (Rutschgefahr steigt stark an), das Dach höher als 6 Meter ist (Absturzsicherung wird Pflicht nach Arbeitsschutzverordnung), du dir bei Dachziegeln, Sparrenpositionen oder der Abdichtung unsicher bist, das Dach aus Schiefer oder anderen empfindlichen Materialien besteht, oder das Dach alt ist und du nicht weißt, ob die Tragkonstruktion in Ordnung ist.
Die Kosten für einen Dachdecker für die Montage eines Balkonkraftwerks (ein bis zwei Module) liegen bei 200 bis 400 Euro, je nach Region und Aufwand. Das sind 10 bis 15 Prozent der Gesamtkosten der Anlage und eine sinnvolle Investition, wenn du dir nicht sicher bist.
Ertrag und Ausrichtung auf dem Schrägdach
Das Schrägdach hat den Vorteil, dass die Dachneigung bereits einen Teil der optimalen Ausrichtung vorgibt. Die meisten Dächer in Deutschland haben eine Neigung von 20 bis 45 Grad.
Bei Südausrichtung mit 30 Grad Neigung erreichst du 100 Prozent des theoretisch möglichen Ertrags. Bei Südwest oder Südost sind es etwa 95 Prozent. Bei reiner West- oder Ostausrichtung 80 bis 85 Prozent. Und bei Nordausrichtung? Vergiss es, da lohnt sich kein Balkonkraftwerk auf dem Schrägdach. Ein Norddach mit 30 Grad Neigung bringt nur 55 bis 60 Prozent des Süd-Ertrags, das reicht nicht für eine sinnvolle Amortisation.
Bei flacheren Dächern (15 bis 20 Grad) ist der Unterschied zwischen den Himmelsrichtungen geringer, weil das Modul ohnehin fast horizontal liegt. Hier bringt auch ein Ost- oder Westdach noch akzeptable Erträge von 85 bis 90 Prozent.
Besonderheiten bei Dachfenstern und Gauben
Dachfenster und Gauben können sowohl Hindernis als auch Vorteil sein. Als Hindernis werfen sie Schatten auf dein Modul, wenn sie sich zwischen Modul und Sonne befinden. Prüfe den Schattenwurf zu verschiedenen Tageszeiten und Jahreszeiten. Ein Dachfenster südlich deines geplanten Modulstandorts ist kein Problem. Eines nördlich davon wirft im Winter, wenn die Sonne tief steht, möglicherweise einen Schatten.
Als Vorteil können Dachfenster als Zugang zum Dach dienen. Wenn du ein großes Dachfenster in der Nähe des Montageorts hast, ist der Zugang zum Dach einfacher und sicherer als über eine Leiter.
Gauben verändern die Dachfläche und schaffen Nischen, in denen Module gut geschützt vor Wind stehen können. Die Fläche neben einer Gaube (auf der Sonnenseite) ist oft ein exzellenter Montageort.
Häufige Fehlerquellen
Haken nicht im Sparren verschraubt. Die Lattung allein hält das Modul nicht, schon gar nicht bei Wind. Immer im Sparren verschrauben.
Keine Ziegelaussparung gemacht. Der Ziegel liegt dann auf dem Haken auf, wackelt bei jedem Regenguss, und irgendwann reißt er. Fünf Minuten mit dem Winkelschleifer sparen dir einen gebrochenen Ziegel.
Haken im Wellenberg statt im Wellental positioniert. Wenn der Haken auf dem Wellenberg liegt, drückt er den darüber liegenden Ziegel nach oben, und du hast eine undichte Stelle.
Dichtung vergessen bei Stockschrauben. Jede Durchdringung ohne EPDM-Dichtung ist ein zukünftiger Wasserschaden.
Kabel unter dem Ziegel gequetscht. Das Kabel wird beschädigt, der Isolationsschutz bricht, und im schlimmsten Fall gibt es einen Kurzschluss. Führe Kabel immer in einem Schutzrohr oder nutze eine Kabel-Dachpfanne.
Das Schrägdach bietet den besten Ertrag aller Montageorte, verlangt aber auch die sorgfältigste Vorbereitung. Nimm dir die Zeit, deine Sparren zu lokalisieren, die richtigen Haken zu bestellen und die Ziegel sauber anzupassen. Wenn du dabei gründlich vorgehst, hast du eine Installation, die 25 Jahre und länger hält, ohne dass du nochmal aufs Dach musst.